Steppen-Salbei

Salvia nemorosa


Gattung (genus)

Salbei / Salvia

Familie (familia)

Lippenblütler / Lamiaceae


Synonyme: Hain-Salbei; Salvia „sylvestris“

Staude (alle Stängel krautig bleibend); Stängel oberwärts so wie Knäuel-Tragblätter und Kelch drüsenlos-flaumig (nebst sitzenden Drüsen!); Laubblätter stets alle ungeteilt, also niemals mit Fiederblättchen, Laubblattspreite mit herzförmigem oder abgerundetem Grund; Laubblätter oberseits kahl oder flaumig, unterseits ± dicht flaumig (Haare gerade), Laubblätter meist ungeteilt, gekerbt, graugrün; Grundblätter zur Blütezeit verdorrt; Scheinquirl 2–12-blütig, Knäuel-Tragblätter meist ± purpurn überlaufen. Oberlippe des Kelchs deutlich 3-zipfelig, nicht abgerundet; Kelch mit 0,3–0,4 mm langen, abstehenden Haaren oder schwach flaumig behaart, Kelchzipfel nicht begrannt (Spitze höchstens 1 mm lang), die der Kelchoberlippe alle gleich lang; Krone (8)10–15 mm lang, lilablau; Staubblätter aus der Krone nicht herausragend, zueinander parallel, Staubfäden kürzer als das Konnektiv, oberer Konnektiv-Ast länger als der untere; untere Antherenhälfte verkümmert oder (zu einem Pedal) umgeformt, unterer Konnektiv-Ast löffelförmig. Höhe: (20)30–50(70) cm. Hemikryptophyt. VI–IX(X). Etwas ruderal beeinflusste Halbtrockenrasen, an Wegen, Böschungen; karbonathold; gern über Löss; collin; im Pannonikum heimisch und häufig, sonst unbeständig verschleppt. (Pannonisch-pontisch-südsibirisch-zentralasiatisch). 

Anmerkung: Die Hybride Salvia nemorosa × Salvia pratensis (= Salvia × sylvestris) ist nicht allzu selten. Sorten als Zierpflanzen.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

im Pannonikum heimisch und häufig, sonst unbeständig verschleppt

Anmerkung: Die Hybride S. nemorosa × S. pratensis (= S. ×sylvestris) ist nicht allzu selten

Sorten als Zierpflanzen

 

Verbreitung:

Pannonisch-pontisch-südsibirisch-zentralasiatisch

Gebiet:

im Pannonikum heimisch und häufig, sonst unbeständig verschleppt

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Staude (alle Stängel krautig bleibend)

Sorten als Zierpflanzen

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: (20)30–50(70) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Quirl (Blüten in Quirlen angeordnet)

Scheinquirl 2–12-blütig

Stängel oberwärts so wie Knäuel-Tragblätter und Kelch drüsenlos-flaumig (nebst sitzenden Drüsen!)

Knäuel-Tragblätter meist ± purpurn überlaufen

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: blau
  • Farbe: violett
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Lippenkrone („Lippenblüte“)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Staubblätter aus der Krone nicht herausragend, zueinander parallel

Krone (8)10–15 mm lang, lilablau

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 1-2 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Staubfäden kürzer als das Konnektiv, oberer Konnektiv-Ast länger als der untere; untere Antherenhälfte verkümmert oder (zu einem Pedal) umgeformt

unterer Konnektiv-Ast löffelförmig

Staubblätter aus der Krone nicht herausragend, zueinander parallel

 

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich
  • Kelch behaart oder bewimpert

Kelchoberlippe 3-zipfelig

Kelchzipfel nicht begrannt (Spitze höchstens 1 mm lang), die der Kelchoberlippe alle gleich lang

Oberlippe des Kelchs deutlich 3-zipfelig, nicht abgerundet

Kelch mit 0,3–0,4 mm langen, abstehenden Haaren oder schwach flaumig behaart

Kelch drüsenlos-flaumig (nebst sitzenden Drüsen!)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Pflanze drüsig
  • Stängel kantig
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Staude (alle Stängel krautig bleibend)

Laubblätter oberseits kahl oder flaumig, unterseits ± dicht flaumig (Haare gerade)

Grundblätter zur Blütezeit verdorrt

Stängel oberwärts so wie Knäuel-Tragblätter und Kelch drüsenlos-flaumig (nebst sitzenden Drüsen!)

Laubblätter graugrün

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Behaarung: Haartyp: Drüsenhaare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gekerbt
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Spreitengrund herzförmig
  • Behaarung: Blattunterseite behaart

Laubblätter stets alle ungeteilt, also niemals mit Fiederblättchen

Laubblattspreite mit herzförmigem oder abgerundetem Grund

Laubblätter oberseits kahl oder flaumig, unterseits ± dicht flaumig (Haare gerade)

Laubblätter meist ungeteilt, gekerbt

Grundblätter zur Blütezeit verdorrt

Stängel oberwärts so wie Knäuel-Tragblätter drüsenlos-flaumig (nebst sitzenden Drüsen!)

Laubblätter graugrün

Blattstiel:

Rosette:

Grundblätter zur Blütezeit verdorrt

Frucht:

  • Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht zwei- bis wenigsamig

Lebensraum:

  • Halbtrockenrasen
  • Ruderalstandorte

Etwas ruderal beeinflusste Halbtrockenrasen, an Wegen, Böschungen; karbonathold; gern über Löss

im Pannonikum heimisch und häufig, sonst unbeständig verschleppt

Sorten als Zierpflanzen

 

Ökologie:

Etwas ruderal beeinflusste Halbtrockenrasen, an Wegen, Böschungen; karbonathold

gern über Löss

Zeigerwerte: 7 7 - 4 9 4

im Pannonikum heimisch und häufig, sonst unbeständig verschleppt

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder

collin

Geologie/Boden:

  • Lockere Böden (kiesig, sandig)
  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend

Etwas ruderal beeinflusste Halbtrockenrasen, an Wegen, Böschungen; karbonathold

gern über Löss

Zeigerwerte: 7 7 - 4 9 4

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

VI–IX(X)