Echt-Salbei
Salvia officinalis
Gattung (genus)
Familie (familia)
Halbstrauch (ältere Stängel holzig); Stängel kahl bis abstehend behaart; Laubblatt dünn graufilzig, fein runzelig, stark aromatisch; Kelch 10–14 mm lang; Krone meist blauviolett, ca. 20 mm lang. Staubfäden mindestens so lang wie das Konnektiv, dessen Äste fast gleich lang; beide Antherenhälften vorhanden (untere meist steril). Höhe: 40–80 cm. Chamaephyt/Nanophanerophyt, Halbstrauch, wintergrün. V–VII. Als Gewürz- und Arzneipflanze (Laubblatt) häufig kultiviert, selten verwildernd. (Heimat: illyrische Küste.) Zauberpflanze.
Anmerkung: Für die gleiche Verwendung kultiviert wird auch Salvia triloba / Dreilappen-Salbei (Stängel weißfilzig; Laubblatt oft 3–5-zählig gefiedert; Kelch 5–8 mm lang; Heimat: Ost-Mediterranraum).
Detailbeschreibung
Flora status:
- Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)
Als Gewürz- und Arzneipflanze (Laubblatt) häufig kultiviert, selten verwildernd
Zauberpflanze
Verbreitung:
Heimat: illyrische Küste
Lebensform:
- Chamaephyt (Zwerg-, Teppich- und Halbsträucher, Polsterstauden)
- Phanerophyt (Bäume und Sträucher)
- Phanerophyt: Nanophanerophyt (Strauch)
Ch/NPh, Halbstrauch, wintergrün
Wuchsform:
- ausdauernd
- verholzt
- pollakanth (mehrmals blühend)
Halbstrauch (ältere Stängel holzig)
Halbstrauch, wintergrün
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: 40–80 cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
- tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Quirl (Blüten in Quirlen angeordnet)
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: blau
- Farbe: violett
- Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Krone meist blauviolett, ca. 20 mm lang
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
- Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 1-2 Staubblätter
Staubfäden mindestens so lang wie das Konnektiv, dessen Äste fast gleich lang; beide Antherenhälften vorhanden (untere meist steril)
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
Halbstrauch (ältere Stängel holzig)
Stängel kahl bis abstehend behaart
Laubblatt dünn graufilzig, fein runzelig, stark aromatisch
Zauberpflanze
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattrand: gekerbt
- Blattstellung: Gegenständig
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Blattoberseite behaart
- Behaarung: Blattunterseite behaart
- Blattrand: wellig/kraus (dreidimensonal)
- Pflanze aromatisch (beim Zerreiben würzig riechend)
Laubblatt dünn graufilzig, fein runzelig, stark aromatisch
Als Gewürz- und Arzneipflanze (Laubblatt) häufig kultiviert, selten verwildernd
Blattstiel:
- Blattstiel lang (deutlich)
Frucht:
- Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)
Samen:
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
- Frucht zwei- bis wenigsamig
Lebensraum:
Als Gewürz- und Arzneipflanze (Laubblatt) häufig kultiviert, selten verwildernd
Zauberpflanze
Ökologie:
Als Gewürz- und Arzneipflanze (Laubblatt) häufig kultiviert, selten verwildernd
Höhenstufen:
Als Gewürz- und Arzneipflanze (Laubblatt) häufig kultiviert, selten verwildernd
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 05 - Mai
- 06 - Juni
- 07 - Juli
V–VII

