Bach-Ehrenpreis

Veronica beccabunga


Gattung (genus)

Ehrenpreis, Blauweiderich / Veronica

Familie (familia)

Wegerichgewächse / Plantaginaceae


Stg meist völlig kahl, drü’lose Haare stets fehlend, slt kurz (sehr slt lg-)drü’haarig. Auf nassen Standorten
LB schwach gesägt bis gezähnt bis gzrdg, aber nie mit sehr kurzen abstehenden Zähnchen; Trauben meist gegenstdg; Fr nur wenig zus.gedrückt, meist höchstens 5 mm br, höchstens wenig länger als der K, nicht od. sehr spitz ausgerandet. – (V. sect. Beccabunga)

Blühtriebe im unteren Abschnitt kriechend; alle LB (auch mittlere u. obere) kurz gestielt. — Trauben u. Fr stets völlig kahl
Grund der LB’Spreite meist gestutzt bis kurz-keilig, dadurch deutl. vom BStiel abgesetzt; FrStiel meist weniger als 2× so lg wie sein DeckB; Kro meist kräftig blau (slt h’blau); Fr meist etwas breiter als lg; KB (ei)lanz., glattrandig; Gri meist länger als 1,6 mm. — Stg dicklich-fleischig, 3–6 mm Æ, oft bräunl.purpurn überlaufen, zumind. unten kriechend; LB’Spreite mind. (1,5)2× so lg wie br, längl.-ellipt. bis br-ellipt., seicht gezähnt bis gzrdg, meist etwas dicklich, fleischig, d’grün, ± glänzend, (10)15–40(65) mm lg u. (6)8–20(33) mm br; KB immer ungeteilt u. gzrdg. H: 5–20 cm; G: 10–60 cm lg. H He, Wa. V–IX. ± nährst’r Quellfluren, Bäche, Gräben, im Saum fließender Gewässer; 7 x 3  10 7 6;coll–suba; hfg. Alle TG. Wildsalat. Bach-E., Bachbunge,Quellen-E., (dktn.:) „Pummel“ / V. beccabunga
 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • pollakanth (mehrmals blühend)
  • krautig

Blühtriebe im unteren Abschnitt kriechend

Stängel dicklich-fleischig, zumindest unten kriechend

 

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 5–20 cm; Größe: 10–60 cm lang

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln

Insektenbestäubung: besonders Schwebfliegen

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Typ: Traube

Trauben meist gegenständig

Trauben und Frucht stets völlig kahl

 

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: blau
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Krone meist kräftig blau (selten hellblau)

 

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

Griffel meist länger als 1,6 mm

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 1-2 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter

Kelchblatt (ei)lanzettlich, glattrandig

Kelchblätter immer ungeteilt und ganzrandig

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Pflanze drüsig
  • Pflanze sukkulent
  • Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend
  • mit oberirdischen Ausläufern (bzw. Kriech- oder Legtrieben)

Stängel meist völlig kahl, drüsenlose Haare stets fehlend, selten kurz (sehr selten lang-) drüsenhaarig

Blühtriebe im unteren Abschnitt kriechend

Stängel dicklich-fleischig, 3–6 mm im Durchmesser, oft bräunlich-purpurn überlaufen, zumindest unten kriechend

Wasserpflanze

Wildsalat

 

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gesägt
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Grösse: klein (1 bis 2 cm)
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Laubblätter alle gleich gestaltet
  • Spreite elliptisch

Laubblatt schwach gesägt bis gezähnt bis ganzrandig, aber nie mit sehr kurzen abstehenden Zähnchen

alle Laubblätter (auch mittlere und obere) kurz gestielt

Grund der Laubblattspreite meist gestutzt bis kurz-keilig, dadurch deutlich vom Blattstiel abgesetzt

Laubblattspreite mindestens (1,5)2× so lang wie breit, länglich-elliptisch bis breit-elliptisch, seicht gezähnt bis ganzrandig, meist etwas dicklich, fleischig, dunkelgrün, ± glänzend, (10)15–40(65) mm lang und (6)8–20(33) mm breit

Wildsalat

 

Blattstiel:

alle Laubblätter (auch mittlere und obere) kurz gestielt

Grund der Laubblattspreite meist gestutzt bis kurz-keilig, dadurch deutlich vom Blattstiel abgesetzt

Fruchtstand:

Fruchtstiel meist weniger als 2× so lang wie sein Deckblatt

Trauben und Frucht stets völlig kahl

 

Frucht:

Frucht nur wenig zusammengedrückt, meist höchstens 5 mm breit, höchstens wenig länger als der Kelch, nicht oder sehr spitz ausgerandet. Trauben und Frucht stets völlig kahl

Frucht meist etwas breiter als lang

 

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
  • Ufer und Röhrichte
  • untergetaucht im oder auf dem Wasser

± nährstoffreiche Quellfluren, Bäche, Gräben, im Saum fließender Gewässer

Ökologie:

  • Wasserpflanze (Hydrophyt)
  • Staunässezeiger/Vernässungszeiger

± nährstoffreiche Quellfluren, Bäche, Gräben, im Saum fließender Gewässer

Zeigerwerte: 7 x 3 10 7 6

 

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–subalpin

Geologie/Boden:

± nährstoffreiche Quellfluren, Bäche, Gräben, im Saum fließender Gewässer

Zeigerwerte: 7 x 3 10 7 6

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell
  • asexuell - rein vegetativ, über Ausläufer, Brutknöllchen etc..

vegetativ über oberiridische Ausläufer

Verbreitunsstrategien:

  • Tierverbreitung (Zoochorie) – Verbreitung außen am Tierkörper (Epizoochorie)
  • Wasserverbreitung (Hydrochorie)

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

V–IX