



Hecken-Efeu-Ehrenpreis
Veronica sublobata
Gattung (genus)
Gattung (genus)
Ehrenpreis, Blauweiderich / Veronica
Familie (familia)
Wegerichgewächse / Plantaginaceae
Synonyme: Hecken-Ehrenpreis, Auen-Efeu-Ehrenpreis, Hain-Efeu-Ehrenpreis, Seichtlappen-Ehrenpreis; (Veronica hederifolia subsp. lucorum)
Pflanze ± aufsteigend; Deckblatt schwach (3)5(7)-lappig, hellgrün, dünn, ihre Spreite 0,9–1,1× so breit wie lang; Blüten- und Fruchtstiel zusätzlich zur Haarzeile oft abstehend behaart, nicht selten aber auch kahl; Kelchblatt auf der Fläche der Unterseite kahl oder mit wenigen Haaren am Grund; Kelchblattwimperhaare lockerstehend, jederseits meist 25–35, dünn, meist (0,4)0,5–0,8 mm lang; Krone blasspurpurlila mit sich nur undeutlich abhebendem weißlichem Zentrum, 4–5 mm im Durchmesser, mit 16-19, dunkleren Längsadern; Griffel (0,2)0,3–0,6(0,7) mm lang; Antheren 0,4–0,8 mm lang, blasslila; Fruchtstiel meist 3–4× so lang wie der Kelch; (7)10–18(24) mm lang, meist (durchschnittlich) 0,8–0,9× so lang wie sein Deckblatt (samt Stiel gemessen); Samen rundlich, schwach gerippt, 2,2–2,7 × 2,0–2,4 mm, rötlich braun, Mündungsrand stark nach innen umgerollt, stark verdünnt, daher durchscheinend, glatt (nicht gerippt), weißlich, etwas glänzend, blass. Höhe: 5–15 cm; Grösse: 5–40(50) cm lang. ☉ Therophyt. III–V. Auwälder, schattig-frische Ruderalfluren, frische ruderale Gebüsche, Gärten, auch Äcker (besonders submontan–untermontan) und Trockenrasen; collin–untermontan; sehr häufig bis zerstreut.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Lebensform:
- Therophyt (Einjährige)
Wuchsform:
- annuell
- hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
- krautig
Pflanze ± aufsteigend
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
Höhe: 5–15 cm; Größe: 5–40(50) cm lang
Blütenbiologie:
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- Blüten zwittrig
- selbstbestäubt (autogam)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
- Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
- Infloreszenz lockerblütig
- Infloreszenz wenigblütig
- Nur Einzelblüten
- Typ: Traube
Deckblätter schwach (3)5(7)-lappig, hellgrün, dünn, ihre Spreite 0,9–1,1× so breit wie lang
Blüten - und Fruchtstiel zusätzlich zur Haarzeile oft abstehend behaart, nicht selten aber auch kahl
Blütenblätter:
- Anzahl: 4
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten trichter- oder radförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
- Farbe: violett
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Krone blasspurpurlila mit sich nur undeutlich abhebendem weißlichem Zentrum, 4–5 mm im Durchmesser, mit 16–19, dunkleren Längsadern
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtknoten oberständig
- Fruchtblätter verwachsen
- Griffel: 1
Griffel (0,2)0,3–0,6(0,7) mm lang
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 1-2 Staubblätter
- Staubblätter frei
- Staubbeutel nicht gelb (z.B. rot, violett, etc..)
Antheren 0,4–0,8 mm lang, blasslila
Blütenkelch:
Kelchblatt auf der Fläche der Unterseite kahl oder nur am Grund mit einigen Haaren
Fruchtstiel meist 3–4× so lang wie der Kelch
Kelchblätter auf der Fläche der Unterseite kahl oder mit wenigen Haaren am Grund; Kelchblatt-Wimperhaare lockerstehend, jederseits meist 25–35, dünn, meist (0,4)0,5–0,8 mm lang
Blütenduft:
Blütenduft: dunkler Waldhonig
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze behaart
- Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend
Pflanze ± aufsteigend
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
- Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
- Blattrand: gekerbt
- Blattstellung: Gegenständig
- Blattstellung: Wechselständig
- Farbe: hellgrün
- Grösse: sehr klein (nicht länger als 1 cm)
- Laubblätter alle gleich gestaltet
- Nervatur fieder-/netznervig
- Spreite rundlich
Deckblätter schwach (3)5(7)-lappig, hellgrün, dünn, ihre Spreite 0,9–1,1× so breit wie lang
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
- Blattstiel kurz (undeutlich)
- Blattstiel lang (deutlich)
Phänologie:
Dunkelkeimer
Fruchtstand:
Fruchtstiel (5)7–18(24) mm lang
Fruchtstiel meist 3–4× so lang wie der Kelch
Blüten - und Fruchtstiel zusätzlich zur Haarzeile oft abstehend behaart, nicht selten aber auch kahl
Fruchtstiel (7)10–18(24) mm lang, meist (durchschnittlich) 0,8–0,9× so lang wie sein Deckblatt (samt Stiel gemessen)
Frucht:
Samen:
- Frucht zwei- bis wenigsamig
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
Samen rundlich, schwach gerippt, Mündungsrand zumindest etwas nach innen eingerollt, dünn und nicht oder undeutlich gerippt, blass
Samen rötlich-braun, Mündungsrand stark nach innen umgerollt, stark verdünnt, daher durchscheinend, glatt (nicht gerippt), weißlich, etwas glänzend
Samen 2,2–2,7 × 2,0–2,4 mm
Lebensraum:
- Äcker und Ackerrandstreifen
- Auwälder
- Ruderalstandorte
- Gebüsche und Hochstaudenfluren
- Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
Auwälder, schattig-frische Ruderalfluren, frische ruderale Gebüsche, Gärten, auch Äcker (besonders submontan–untermontan) und Trockenrasen;
Ökologie:
- Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)
- Störungszeiger
Auwälder, schattig-frische Ruderalfluren, frische ruderale Gebüsche, Gärten, auch Äcker (besonders submontan–untermontan) und Trockenrasen; Zeigerwerte: 6 6 4 4 7 7
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–untermontan
Geologie/Boden:
Auwälder, schattig-frische Ruderalfluren, frische ruderale Gebüsche, Gärten, auch Äcker (besonders submontan–untermontan) und Trockenrasen; Zeigerwerte: 6 6 4 4 7 7
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Verbreitunsstrategien:
- Ameisenausbreitung (Myrmekochorie)
auch durch den Menschen ausgebreitet
Blütezeit:
- 03 - März
- 04 - April
- 05 - Mai
III–V



