Ufer-Spitzklette
Xanthium albinum
Gattung (genus)
Gattung (genus)
Familie (familia)
Die Arten Xanthium saccharatum, Xanthium albinum, Xanthium ripicola, Xanthium saccharatum, Xanthium italicum und Xanthium orientale s. str. werden nach aktueller Lehrmeinung als Kleinarten des Xanthium orientale agg. oder aber als Unterarten von Xanthium orientale s latiss geführt.
Sie sind sehr variabel, miteinander nahe verwandt und einander sehr ähnlich (Wisskirchen&Haeupler 1998: 551). Zur Bestimmung sind reife Fruchtkörbe notwendig. Oft treten Pflanzen mit untypisch entwickelten Fruchtkörben auf, die man nicht zuverlässig bestimmen kann (cf. zB Lefnaer (2019: 80–81); der Artrang dieser Sippen ist daher strittig und wird molekulargenetisch nicht unterstützt (Tomasello 2018).
Synonym: Xanthium riparium, Xanthium albinum s. lat.
Schnäbel ± gerade; Hüllendornen gerade oder nur schwach nach oben gebogen, meist ziemlich dicht stehend (Abstände zwischen den Dornen ca. 1(2) mm), meist mehr als 100, 20–100 % an der Spitze hakig, die übrigen mit gerader oder höchstens schwach gekrümmter Spitze, 20–50 % der Hüllendornen mit deutlich hakiger (= häkelnadelartiger) Spitze; Hüllendornen ca. 0,5–0,6× so lang wie der Fruchtkorb-Durchmesser (ohne Hüllendornen gemessen), meist (2)3–4,5 mm lang. Stängel rötlich bis braunschwarz strichliert (?) oder punktiert (?); Fruchtkörbe 17–25 mm lang, 2,5–3,5× so lang wie breit, eiförmig, ellipsoid oder schmal-ellipsoid, meist dicht bedornt; Schnäbel (2,5)3–5,5 mm lang. Höhe: 10–100 cm. ☉ Therophyt. VIII–X. Flussufer, Ruderalgesellschaften, besonders Schuttplätze; collin. (Entstanden angeblich aus Xanthium saccharatum).
Detailbeschreibung
Flora status:
- Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)
(Entstanden angeblich aus X. saccharatum)
Lebensform:
- Therophyt (Einjährige)
Wuchsform:
- annuell
- hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
- krautig
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig
Höhe: 10–100 cm
Blütenbiologie:
- Blüten eingeschlechtich (rein weiblich oder rein männlich)
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- Pflanze einhäusig
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Typ: Korb/ Körbchen
- Typ: Kopf/Köpfchen
Hüllendornen gerade oder nur schwach nach oben gebogen, meist ziemlich dicht stehend (Abstände zwischen den Dornen ca. 1(2) mm), —meist mehr als 100, 20–100 % an der Spitze hakig, die übrigen mit gerader oder höchstens schwach gekrümmter Spitze
20–50 % der Hüllendornen mit deutlich hakiger (= häkelnadelartiger) Spitze; Hüllendornen ca. 0,5–0,6× so lang wie der Fruchtkorb-Durchmesser (ohne Hüllendornen gemessen), — meist (2)3–4,5 mm lang
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: braun/schwärzlich
- Farbe: gelb
- Farbe: grünlich
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten unterständig
- Griffel: 1
- Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 5 Staubblätter
- Staubblätter verwachsen
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
Stängel rötlich bis braunschwarz strichliert (?) oder punktiert (?)
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Blattoberseite behaart
- Behaarung: Blattunterseite behaart
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
- Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
- Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
- Blattstellung: Wechselständig
- Farbe: hellgrün
Blattstiel:
- Blattstiel kurz (undeutlich)
- Blattstiel lang (deutlich)
Fruchtstand:
Schnäbel ± gerade
Hüllendornen gerade oder nur schwach nach oben gebogen, meist ziemlich dicht stehend (Abstände zwischen den Dornen ca. 1(2) mm), —meist mehr als 100, 20–100 % an der Spitze hakig, die übrigen mit gerader oder höchstens schwach gekrümmter Spitze
20–50 % der Hüllendornen mit deutlich hakiger (= häkelnadelartiger) Spitze; Hüllendornen ca. 0,5–0,6× so lang wie der Fruchtkorb-Durchmesser (ohne Hüllendornen gemessen), — meist (2)3–4,5 mm lang
Fruchtkörbe 17–25 mm lang, 2,5–3,5× so lang wie breit, eiförmig, ellipsoid oder schmal-ellipsoid, meist dicht bedornt
Frucht:
- Achäne /Karyopse
- mit Fruchtschnabel
- Oberfläche: dornig/stachelig
Schnäbel ± gerade
Schnäbel (2,5)3–5,5 mm lang
Samen:
- Frucht einsamig
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
Lebensraum:
- Ruderalstandorte
Flussufer, Ruderalgesellschaften, besonders Schuttplätze
Ökologie:
- Störungszeiger
Flussufer, Ruderalgesellschaften, besonders Schuttplätze
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
collin
Geologie/Boden:
Flussufer, Ruderalgesellschaften, besonders Schuttplätze
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
VIII–X